(0621) 42286-0
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FISH (Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung)

Strukturelle Veränderungen mit konventionellen Färbemethoden können nur dann nachgewiesen werden, wenn sie eine bestimmte Größe (ca. 5 Mb) nicht unterschreiten. Mit Hilfe der Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) kann diese Auflösungsgrenze auf ca. 0,1 Mb gesteigert werden. Dabei werden mit Fluorochromen markierte DNA-Sonden verwendet, die unterschiedlich grosse Bereiche des Genoms abdecken.

Paint-Sonden (whole chromosome (WCP) und chromosome arm-specific) dienen zum Nachweis von Translokationen und Markerchromosomen an kultiviertem Probenmaterial.

Regionen-spezifische Sonden weisen Sequenzen definierter Chromosomenbereiche an kultiviertem Probenmaterial nach (z.B. LSI (locus-specific identifier) und CEP (chromosome enumeration probe).

Subtelomer-Sonden, die für einen bestimmten Chromosomenarm (p/q) spezifisch sind, dienen dem Nachweis von kryptischen terminalen Deletionen (Subtelomer-FISH).

Multicolour-FISH (M-FISH) ist ein Verfahren, das alle 24 verschiedenen Chromosomen des Menschen in einer einzigen Hybridisierung durch ihr spezifisches Farbmuster identifizieren kann.

Diese Methode wird für Fragestellungen in der Tumorzytogenetik, zur Identifizierung von Markerchromosomen und zur Charakterisierung von Umbauten, die mit den konventionellen Färbetechniken nicht nachweisbar sind, eingesetzt.